Bläser, Streicher, Harfe, Cembalo und Klavier - in dieser kammermusikalisch umfassenden Besetzung fanden sich im Jahre 1995 einige junge Hamburger Musiker und Musikerinnen zum Ensemble Obligat zusammen. Gegründet wurde das Ensemble von der Flötistin Imme-Jeanne Klett.
Das breit gefächerte Repertoire des Ensembles erstreckt sich über alle Epochen der Musikgeschichte, von den barocken Solo- und Trio-Sonaten mit Cembalo über das klassische Quartett für Flöte und Streichtrio (in erweiterter Besetzung auch als Streichsextett) bis insbesondere hin zu Werken des französischen Impressionismus und zeitgenössischen Kompositionen, die den Klang der Harfe, des Klaviers oder auch hinzukommende Bläser einbeziehen.
Das Ensemble Obligat widmet sich dabei seit seinem Gründungsjahr in besonderem Maße der akustisch und optisch herausragenden kammermusikalischen Traum-Besetzung mit Flöte, Harfe, Violine, Viola und Violoncello bzw. Flöte, Viola und Harfe. Kammermusik sämtlicher Epochen in den unterschiedlichsten Klangfarben und Besetzungen zur Aufführung zu bringen, ist das engagierte Anliegen der Musiker.
Durchdachte Programmgestaltung gehört dabei ebenso zum Konzept wie die Kombination von Musik und Rezitation; so konzertiert das Ensemble in umjubelten Konzerten mit renommierten Schauspielern wie Christiane Hörbiger und Christoph Bantzer.
Das Ensemble Obligat Hamburg ist seit seiner Gründung in vielen Konzerten namhafter Veranstaltungsreihen und renommierter Festivals sowie regelmäßig im Rundfunk zu hören. Es gastierte u.a. mehrfach beim Schleswig-Holstein-Musikfestival, den Niedersächsischen Musiktagen, dem Kultursommer Hohenlohe, den Corveyer Musikwochen, den Rosetti-Festtagen im Ries, im großen Saal der Hamburger Laeiszhalle u.v.m. und ist « Ensemble in Residence » einer eigenen Konzertreihe im Weißen Saal des Jenisch Hauses Hamburg unter der Schirmherrschaft von Hamburgs Kultursenatorin Prof. Dr. Karin von Welck.
Rundfunk- und CD- Aufnahmen erschienen mehrfach für den NDR, für Radio Bremen, bei Dabringhaus und Grimm Detmold sowie bei Genuin, Leipzig.
Die Konzerte werden moderiert von den Musikern des Ensembles - sie schaffen in besonderer Weise Verbindung zwischen Künstlern und Publikum und geben dem Besucher vielfältige Informationen über Leben und Werk der Komponisten - der Zuhörer fühlt sich eingebunden und mitgenommen auf die musikalische Reise - gleichsam "obligat" wie jeder der Musiker.
Quintett: Flöte, Harfe, Violine, Viola und Violoncello Die Programmschwerpunkte dieser Besetzung liegen in den höchst reizvollen, farbenreichen, virtuosen und klangvollen Original-Kompositionen des französischen Impressionismus von Jean Cras, André Jolivet, Gabriel Pierné, Albert Roussel, Marcel Tournier, Jean Françaix und äußerst attraktiven Françaix-Bearbeitungen von Sonaten des barocken Komponisten Domenico Scarlatti sowie den Klavier-Impromptus von Franz Schubert - gepaart mit Werken der Barockzeit, der Klassik und Romantik, des Impressionismus und der Moderne in Duo-, Trio- und Quartettbesetzung innerhalb dieses Quintetts. Der besondere Reiz dieser Konzerte in akustischer und optischer Traumbesetzung liegt in der Klang- und Besetzungsvielfalt der verschiedenen Instrumente mit ihren klanglichen Möglichkeiten und der Bandbreite der Kompositionen durch alle Epochen der Musikgeschichte.
Programmvorschläge
Vorbilder und Nachklänge
Kammermusik für Flöte, Harfe und Streichtrio von John Dowland, Domenico Scarlatti,
Franz Schubert, Benjamin Britten und Jean Françaix
Französische Farben
Kammermusik für Flöte, Harfe und Streichtrio von Jacques Ibert, Claude Debussy,
Jean Émile Paul Cras, Jean Françaix u.a.
Frankreich und Mozart
Kammermusik für Flöte, Harfe und Streichtrio von Wolfgang Amadeus Mozart,
Claude Debussy, Gabriel Pierné, Maurice Ravel, Marcel Tournier u.a.
Quintett: Flöte, Oboe, Violine, Violoncello und Klavier
Durch die Zusammenarbeit mit dem führenden chinesischen Komponisten der heutigen Zeit Xiaoyong Chen (*1955) entstand im Jahre 2005 ein neuer Zweig des Ensembles mit Bläsern, Streichern und Klavier.
Für Xiaoyong Chen ist das Komponieren eine Kommunikation mit dem Klang, ein Aufspüren seiner noch verborgenen Möglichkeiten, die sich dann in seinen Werken entwickeln; es entsteht ein Klangbild, das hochgradig die asiatische Herkunft und Kultur des Komponisten wiederspiegelt und eine meditativ-konzentrierte, unmittelbare Wirkung auf den Zuhörer hat. Xiaoyong Chen komponiert dabei in zunächst abstrakt scheinenden Strukturen, die beim Hörer aber ein höchst kreatives Potenzial freisetzen. Während des Hörens entsteht durch die Reduktion auf das Wesentliche ein neues inneres Bild und lässt einen komplexen neuen Kosmos der Musik entstehen; die Reduktion auf die wesentliche Struktur der Musik - wie auch bei den Werken Johann Sebastian Bachs - wandelt sich in ein reiches, neues Bild in einem quasi schwebenden Zustand.
Programmvorschläge Portrait Xiaoyong Chen (*1955) Kammermusik für Flöte, Oboe oder Klarinette, Violine, Violoncello, Klavier und Zheng (chinesisches Zupfinstrument, trad.) Im Dialog mit dem Klang Kammermusik für Flöte, Oboe, Violine, Violoncello, Cembalo und Klavier von Johann Sebastian Bach und Xiaoyong Chen
Quartett: Flöte, Violine, Viola und Violoncello
Die klassischste der "obligaten" Besetzungen, die zu Anfangszeiten im Jahre 1995 zusammen mit der Harfe den eigentlichen Urstamm des Ensembles bildete:
Das ästhetisch-virtuose Flötenquartett KV 285 von Wolfgang Amadeus Mozart bildete dabei den Ausgangspunkt zu abwechslungsreichen Programmen mit Werken von:
Ludwig van Beethoven, Edison Denissov,
Ernst v. Dohnányi, Jean Françaix, Joseph Haydn,
Frantisek Krommer, Wolfgang Amadeus Mozart,
Max Reger, Gioacchino Rossini, Albert Roussel,
Franz Schubert u.a.
Programmvorschläge
Goethe - Goethliches - Göttliches
Kammermusik für Flöte, Violine, Viola und Violoncello von Wolfgang Amadeus Mozart,
Ludwig van Beethoven und Frantisek Krommer
Texte von Johann Wolfgang von Goethe
Serenade
Kammermusik für Flöte, Violine, Viola und Violoncello von Ludwig van Beethoven,
Max Reger, Albert Roussel u.a.
Quartett: Flöte, Oboe, Viola da Gamba und Cembalo
Klangvoll, virtuos und poetisch:
Werke von Johann Sebastian Bach und Carl Philipp Emanuel Bach erklingen für Flöte, Oboe, Viola da Gamba und Cembalo; in diesen kammermusikalischen Sonaten entfaltet sich in faszinierendem Dialog der Solo-Instrumente die gesamte Pracht des barocken Concerto grosso und der solistischen Virtuosen.
Diese klangprächtigen Sonaten umrahmen musikalische Miniatur-Klangbilder des antiken Mythos um das Paar Pan und Syrinx - vertont in Solo-Werken für Flöte und Oboe von Claude Debussy und Benjamin Britten. Der Hamburger Komponist und Kirchenmusiker Claus Bantzer hat in einem besonderen, sphärischen und pittoresken Werk für Flöte, Oboe, Viola da Gamba und Cembalo den ergreifenden Mythos um die Liebe des Hirtengottes Pan zur Nymphe Syrinx aufgenommen und zum Klingen gebracht. Als Auftragskomposition zeigt sich hier thematisch Ewiges im Spannungsfeld Alter und Neuer Musik.
Programmvorschlag
Klangbilder um Bach
Kammermusik für Flöte, Oboe, Viola da Gamba und Cembalo von Johann Sebastian Bach,
Carl Philipp Emanuel Bach, Claude Debussy, Benjamin Britten und Claus Bantzer
Trio: Flöte, Viola und Harfe
Besonders hervorzuheben ist in programmatischer Eigenständigkeit die Triobesetzung mit Flöte, Viola und Harfe; die Verschiedenheit dieser drei Instrumente und die daraus sich ergebende besondere Mischung unterschiedlicher Klangfarben hat Claude Debussy in dem kammermusikalischen Hauptwerk des französischen Impressionismus, seiner Sonate für Flöte, Viola und Harfe zusammengefasst und in einem einmalig schönen Werk zum Klingen gebracht.
Komponisten wie Arnold Bax, Harald Genzmer, Sofia Gubaidulina, Jacques Ibert, Toru Takemitsu und viele andere folgten seinem Beispiel. Alle KomponistInnen vertonen dabei in der besonderen klanglichen Mischung der drei verschiedenen Instrumente sensibel erspürte Natureindrücke, farbliche Schichtungen und musikalische Emotionalität voller Klangästhetik und verträumter Virtuosität in höchstem Maße; es entsteht ein bezauberndes, reizvolles, schillerndes und zuweilen auch kraftvolles Klangbild...
Programmvorschlag
Im Garten von Freuden und Traurigkeiten
Kammermusik für Flöte, Viola und Harfe von Jean-Marie Leclair, Johann Sebastian Bach,
Claude Debussy, Jacques Ibert, Arnold Bax und Sofia Gubaidulina
Trio: Flöte, Violoncello und Klavier
Die Besetzung des Trios mit Flöte, Violoncello und Klavier ist - nach der Gattung des Streichquartettes und des klassischen Klaviertrios mit Violine und Violoncello - eine der Kernbesetzungen der gemischten Kammermusik.
Dabei wird die ursprüngliche klassische Besetzung des Klaviertrios (Violine, Violoncello und Klavier) durch die Besetzung der Flöte statt der Violine um eine bereichernde Klangfarbe ergänzt; viele Standardwerke der klassischen Trio-Literatur wurden von den Komponisten ebenfalls im Original für diese Besetzung geschrieben.
Die Programme des Klaviertrios mit Flöte, Violoncello und Klavier umfasst ein Repertoire von Original-Kompositionen aller Epochen mit Werken von:
Johannes Brahms, Claude Debussy, Philippe Gaubert,
Joseph Haydn, Friedrich Kuhlau, Louise Farrenc,
Jean Françaix, Bohuslav Martinu, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Carl Maria von Weber u.a.
Programmvorschlag
Romantische Klaviertrios
Kammermusik für Flöte, Violoncello und Klavier von Claude Debussy,
Carl Maria von Weber und Felix Mendelssohn-Bartholdy
Duo: Flöte und Cembalo
Virtuose und abwechslungsreiche Programme finden sich bei der kontrastreichen Duo-Besetzung mit Flöte und Cembalo; dabei verbindet sich der prägnante Klang des Cembalos als tragendes Bassinstrument der Barockzeit mit dem cantablen und gleichzeitig höchst virtuosen Part der Flöte voll exquisiter Ornamentik.
Das Repertoire des Duos umfasst zahlreiche Sonaten des Barock von:
Carl Philipp Emanuel Bach, Johann Christian Bach,
Johann Sebastian Bach, Joseph Bodin de Boismortier, Anna Bon di Venezia,
Anna Amalia von Preussen, François Couperin, Friedrich der Große, Georg Friedrich Händel,
Jacques Martin Hotteterre, Johann Philipp Kirnberger, Jean Marie Leclair, Marin Marais,
Johann Gottfried Müthel, Johann Joachim Quantz, Jean Philippe Rameau, Georg Philipp Telemann,
Leonardo Vinci, Antonio Vivaldi u.a.
Programmvorschläge
Concert Royal
Kammermusik für Flöte und Cembalo von Joseph Bodin de Boismortier, François Couperin,
Jacques Martin Hotteterre, Marin Marais, Jean Philippe Rameau, Claude Debussy
und Johannes Donjon
Virtuose Flötenmusik am preußischen Hofe
Kammermusik für Flöte und Cembalo von Carl Philipp Emanuel Bach,
Anna Amalia von Preußen, Friedrich dem Großen, Johann Gottfried Müthel und
Johann Joachim Quantz
Duo: Flöte und Harfe
Flöte und Harfe: zwei Instrumente, denen bereits in der griechischen Mythologie magische Kräfte zugesprochen wurden und die beide zu den ältesten Instrumenten der Menschheit zählen. Diese wahrhaft königliche Instrumentenkombination bietet eine Fülle von besonderen klanglichen Möglichkeiten - gleichzeitig kontrastierend und verschmelzend.
Das Repertoire des Duos umfasst Werke aller Epochen der Musikgeschichte vom Barock über die Klassik, Romantik und dem Impressionismus bis hin zur Moderne von:
Paul Angerer, Johann Sebastian Bach,
Carl Philipp Emanuel Bach, Eugène Bozza,
Frederic Chopin, Claude Debussy, Gaetano Donizetti,
Gabriel Fauré, Jean Françaix, Eugène Goossens,
Jacques Ibert, André Jolivet, Joseph Lauber, Jules Mouquet, Elias Parish-Alvars,
Vincent Persichetti, Astor Piazzolla, Maurice Ravel, Gioacchino Rossini, Camille Saint-Saens,
Louis Spohr u.a.
Programmvorschlag
Soirée Galante
Kammermusik für Flöte und Harfe von Johann Sebastian Bach, Claude Debussy,
Jacques Ibert, Astor Piazzolla, Camille Saint-Saens u.a.
Quintette:
Werke von Jean Cras, Vincent d'Indy, André Jolivet, Gabriel Pierné, Nino Rota, Albert Roussel,
Georg Philipp Telemann, Marcel Tournier, Jean Françaix, Domenico Scarlatti, Franz Schubert,
Xiaoyong Chen u.a.